Zentrale Aufgabenstellung bei der Gestaltung des Servicezentrums des Wiener Stadtschulrates war die Einbettung zeitgemäßer und praxisorientierter Funktionalität in den historischen Bestand.

Im Bürogebäude der heutigen Bildungsdirektion für Wien wurde im Eingangsgeschoß ein Servicecenter eingebaut. Zusätzlich wurden die dahinter liegenden Büroräume umgebaut und im Hinblick auf die zeitgemäßen Ansprüche eines modernen Bürohauses saniert. Außerdem wurde ein barrierefreier Zugang geschaffen, in dem ein Aufzug zur Überbrückung des Niveauunterschiedes eingebaut wurde. Dafür musste eine neue Öffnung in der historischen Fassade hergestellt werden, wobei Rücksicht auf die bestehende Fassadengliederung und -materialität genommen wurde. Sämtliche Planungsschritte und die Umsetzung erfolgte in enger Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt.

Die Festlegung der eingesetzten Farben und Materialien orientierte sich am historischen Bestand. Im Innenbereich wurden die bestehenden Oberflächen saniert und – wo notwendig – mit entsprechenden Materialien ergänzt. So wurden zum Beispiel die historischen Fenster nach den Vorgaben fundierter Bestandsanalysen saniert. Bestehende Steinfußbodenbeläge wurden, dort wo diese dem originären Bestand zuzurechnen sind, behutsam ergänzt und wieder instandgesetzt. Dunkle Steinbodenoberflächen in schlechtem Zustand, die nachträglich eingebaut wurden, wurden teilweise durch kroatischen Kalkstein ersetzt, um – vor allem im Eingangsbereich – ein freundlicheres und helleres Erscheinungsbild erzielen zu können.

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