Die bestehende Demohalle aus den 1960er-Jahren wurde über mehr als 40 Jahre genutzt und entspricht heute weder den technischen Anforderungen noch den Bedürfnissen der Gartenbauschule Schönbrunn hinsichtlich Forschung, Lehre und wirtschaftlicher Nutzung. Zudem besteht ein erhöhter Platzbedarf. Im Zuge des Projekts wird die Halle generalsaniert und durch einen Zubau ergänzt. Da sich der Bauplatz in einer Schutzzone befindet, erfolgt die Planung in enger Abstimmung mit der Magistratsabteilung der Stadt Wien für Architektur und Stadtgestaltung (MA 19).

Raumprogramm & Neuorganisation

Auf Basis einer vorangegangenen Machbarkeitsstudie werden zwei Klassenzimmer, 15 Büros, ein Besprechungszimmer, ein Sozialraum mit Teeküche, eine Bauhofshalle, ein Stiegenhaus sowie Sanitärräume, Umkleiden und diverse Nebenräume neu errichtet. Dafür werden bestehende Sanitärräume, Räume im Bestand sowie die nördlich gelegene bestehende Bauhofshalle abgebrochen.
Das Untergeschoss bleibt erhalten, wird jedoch umgebaut und neu strukturiert – es entstehen Flächen für Haustechnik, Elektrotechnik, Lager- und Kühlräume.
Im Bereich des Heizraums wird das Bodenniveau des übrigen Untergeschosses abgesenkt.
Entlang der nördlichen Grundstücksgrenze sind mehrere Nebengebäude situiert. Im Bereich des zukünftigen Haupteingangs werden einige Räume abgebrochen, um einen Vorplatz zu schaffen. Dafür wird die Werkstatt in bestehende Lagerräume verlegt.

Konstruktion, Fassade & Dach

Der Zubau wird als Massivholzbau mit Außenwänden, Decken und tragenden Innenwänden aus Brettsperrholz ausgeführt. Ein zentraler Stiegenhauskern wird in Stahlbeton hergestellt und dient der Aussteifung des Zubaus. Die Fassade entsteht als naturbelassene Lärchenholzverschalung mit sichtbarer Befestigung, die mit den Jahren natürlich vergrauen wird. Ein vorgelagertes Rankgerüst aus Lärchenholz mit eingezogenen Stahlseilen ermöglicht die Bepflanzung, ohne die Fassadenoberfläche zu beeinträchtigen oder die Wartung einzuschränken.
Das Dach des Zubaus wird begrünt und erhält eine Photovoltaikanlage. Im Aufenthaltsraum sorgen drei Flachdachfenster mit Sonnenschutzrollos für Tageslicht; die Demohalle wird zusätzlich mit fünf großen Oberlichten samt Rollos ausgestattet.

Nebengebäude

Die Fenster und Türen der Nebengebäude werden erneuert; die neue Werkstatt wird beheizt und erhält eine Innendämmung an Wänden und Decke.

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