Das Gebäudeensemble der Bezirkshauptmannschaft Gänserndorf umfasst einen Altbau von 1901 mit denkmalgeschützter Straßenseitenfassade sowie spätere Erweiterungen. Im Rahmen der Generalsanierung und Erweiterung werden Innen- und Außenbereiche modernisiert und funktional erweitert, um aktuelle Standards für Energieeffizienz, Barrierefreiheit und Nachhaltigkeit zu erreichen.
Neuer Eingangsbereich & optimierte Abläufe
Der Haupteingang orientiert sich künftig zum neu gestalteten, repräsentativen Vorplatz an der Hauptstraße und wird barrierefrei über eine Hebebühne erschlossen. Ein großzügiges Foyer mit Sicherheitskontrolle und Infobereich leitet direkt zum Bürgerbüro, ein klares Leitsystem führt BürgerInnen zu weiteren Abteilungen. Die bestehenden Flächen – insbesondere im Erdgeschoss – werden neu strukturiert, und durch den kompakten Zubau klar organisiert. Der bestehende Eingang von der Parkplatzseite dient künftig als Zugang für Anlieferungen und Transporte, wodurch Besucher- und Lieferverkehr getrennt werden.
Architektonische Einbindung & Zukunftsorientiere Sanierung
Die Fassadengestaltung der bestehenden Zubauten wird im Zuge der thermischen Sanierung überarbeitet und harmonisch mit dem neuen Zubau gestaltet. Die geplante Erweiterung wird den Platzanforderungen gerecht und schafft zusätzliche Flächen für Büros, Besprechungsräume und öffentliche Bereiche.
Der Neubau entsteht als Passivhaus mit WDVS-Fassade, Holz-Alu-Fenstern und außenliegendem Sonnenschutz. Die historische Bestandsfassade wird instandgesetzt, sämtliche Fenster werden in Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt ausgebaut und durch Holz-Kastenfenster mit einer Innenebene aus Dreischeibenisolierglas ersetzt. Begrünte Fassaden, Dachflächen und ergänzte Baumpflanzungen stärken die Aufenthaltsqualität und werten das Ensemble optisch auf.
Innovative Energieversorgung
Für den Neubau und den bestehenden Zubau werden Tiefenbohrungen in Kombination mit Wärmepumpentechnologie als Energieträger genutzt; installierte Lüftungsanlagen sichern eine optimale Luftzirkulation. Die Fernwärmeversorgung des Altbau-Bestandsgebäudes bleibt erhalten, während eine Lüftungsanlage installiert wird, Der Altbau bleibt an die Fernwärme angebunden und erhält ebenfalls eine Lüftungsanlage, um die Luftqualität in den Büros zu verbessern. Sowohl Neubau als auch die Bestandsdachflächen – mit Ausnahme der straßenseitigen – werden mit einer energieeffizienten PV-Anlage ausgestattet.
Durch diese Maßnahmen entsteht ein repräsentativer, funktional optimierter Verwaltungskomplex, der die historische Fassade bewahrt und moderne Anforderungen an Bürgerverkehr, Arbeitsplätze und Nachhaltigkeit erfüllt.
